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Selektivität und SpezifitätAuthor: Hans Lohninger
Selektivität ist die Fähigkeit einer Methode, mehrere verschiedene, parallel zu bestimmende Komponenten ohne gegenseitige Störung zu erfassen und sie eindeutig zu identifizieren. Spezifität ist die Fähigkeit einer Methode, eine Substanz oder eine Substanzklasse ohne Verfälschung durch andere in der Probe vorhandene Komponenten zu erfassen und sie somit eindeutig zu identifizieren.
Eine selektive Methode liefert direkt interpretierbare Ergebnisse für alle interessierenden
Analyten, wohingegen eine spezifische Methode direkt interpretierbare Ergebnisse für einen
Analyten liefert, während andere Analyten sich gegenseitig stören können Liegen Zweifel an der Selektivität/Spezifität vor, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Überprüfung. Entweder wird das zu validierende Trenn- oder Detektionsverfahren mit einem Verfahren höheren Informationsgehaltes (z.B. GC/MS statt GC/FID) verglichen, oder potenziell störende Matrixbestandteile werden addiert und deren Auswirkung auf das Messsignal beobachtet.
Dazu ist entweder eine geeignete Anzahl von Leerwertproben undotiert zu analysieren und
auf Störungen zu untersuchen und/oder es sind Leerwertproben mit Konzentrationen von
Substanzen, welche die Identifizierung von Analyten stören könnten, zu dotieren und
nach der Analyse zu prüfen, ob ihr Vorhandensein zu einer falschen Identifizierung führen
kann, die Identifizierung des Zielanalyten beeinträchtigt oder die Quantifizierung beeinflusst.
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