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Kalibration

Author: Hans Lohninger

Beginnt man mit der Durchführung eines Experiments, sind oft die sofort gemessenen Parameter nicht diejenigen, die einen wirklich interessieren. Es kann zum Beispiel sein, dass man primär die Absorbtion bei bestimmten Wellenlängen misst, obwohl man an der Konzentration einer Substanz interessiert ist. Um nun eine Beziehung zwischen den wirklich gemessenen Daten (z.B. der Absorbtion) und den interessierenden Eigenschaften (z.B. der Konzentration) zu finden, müssen wir eine Kalibration erstellen, d.h. eine funktionale Beziehung zwischen den gemessenen Daten und den interessierenden Parametern.

Weil die Kalibration eines Instruments eine kritische Aufgabe ist, wurden viele Kalibrationsmethoden entwickelt. Die Kalibrationsmethoden können in vier Gruppen eingeteilt werden, abhängig von der Zahl der Eingangsvariablen und der Art der Transferfunktion. Die folgende Tabelle führt einzelne Beispiele für jede Kategorie an:

Die Kalibration eines Instrumentes ist nur möglich, wenn man weiß, welche Art von Modell angewendet werden soll. Starten Sie das folgende interaktive Beispiel, um Aspekte zu dieser Fragestellung zu sehen.

Im Allgemeinen sollte man sicher gehen, dass die Zahl der Kalibrationspunkte die Anzahl der zu berechnenden Parameter übersteigt. Eine Daumenregel besagt, dass man mindestens dreimal so viele Kalibrationspunkte wie Parameter verwenden sollte. Das bedeutet, dass man für eine einfache lineare univariate Kalibrationskurve mindestens sechs Kalibrationspunkte verwenden sollte (eine Linie wird durch zwei Parameter festgelegt).




Last Update: 2012-12-10