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Beschreibende Statistik

Author: Hans Lohninger

Statistik spielt eine wichtige Rolle bei der Beschreibung von Massenphänomenen. Sie bietet Methoden, um eine Menge von Daten zusammenzufassen. Diese Methoden können numerisch oder grafisch sein und beide haben ihre Vor- und Nachteile. Grafische Methoden eignen sich besser dazu, Muster in den Daten zu erkennen, während numerische Methoden gut definierte Maße einiger Eigenschaften geben. Allgemein wird empfohlen, beide Vorgehensweisen parallel zur Beschreibung der Daten zu verwenden.

Die deskriptive oder beschreibende Statistik ist jener Zweig der Statistik, in dem beobachtete Daten summarisch dargestellt werden. Die deskriptive Statistik macht keine Aussagen über die zugrundeliegende Grundgesamtheit, sondern beschreibt lediglich die Verhältnisse so wie sie sind. Dabei kommen folgende Möglichkeiten zum Einsatz:

  • Tabellarische Auflistung: Die tabellarische Auflistung ist wohl die ursprünglichste Form, da die Rohdaten einfach so aufgelistet werden wie sie gemessen wurden, meist in Form einer Datenmatrix bei der die Spalten die Variablen beinhalten und die Zeilen die Objekte. Die Tabellenform hat den Nachteil, dass sie vom Menschen nur schwer interpretiert werden kann.
     
  • Grafische Darstellung: Eine grafische Darstellung eignet sich wesentlich besser um auf einen Blick zu erkennen, welchen Sachverhalt die Daten beschreiben und ob es Zusammenhänge zwischen Teilen der Daten gibt. Der Grund dafür liegt im Wahrnehmungssystem des Menschen, das über eine extrem gut funktionierende "Maschine" zur Erkennung von Mustern verfügt. Vorsicht bei grafischen Darstellungen ist allerdings angebracht, da der Mensch durch geeignete Darstellungen auch (bewusst) getäuscht werden kann. Typische Grafiken der deskriptiven Statistisk sind Histogramme, Tortendiagramme, oder Box-Plots.
     
  • Statistische Kennwerte: Die wohl neutralste Darstellung von Daten erfolgt durch statistische Kennwerte, wie z.B. Mittelwert, Median, Standardabweichung, oder Korrelation. Allerdings erfolgt hier eine starke Reduktion der in den Daten enthaltenen Information, so dass z.B. vorhandene Zusammenhänge zwischen mehreren Variablen übersehen werden.

Das andere Gebiet der Statistik, das über die bloße Beschreibung hinausgeht, ist die schließende Statistik (auch beurteilende oder inferentielle Statistik genannt).




Last Update: 2012-10-08